Katja Suding

Digitalpakt für digitale Lernmittel öffnen

Schreiben an Bundesbildungsministerin Karliczek
Katja Suding mit Tablet im Bundestag

Angesichts der andauernden Corona-bedingten Schulschließungen hat sich Katja Suding MdB, stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, heute mit einer dringenden Bitte an Bundesbildungsministerin Karliczek gewandt. Der Digitalpakt könnte jetzt viel wirksamer helfen, wenn Bund und Länder ihn ändern würden.

"Wir schlagen Ihnen vor, dass Bund und Länder gemeinsam eine Änderung des Digitalpakts vereinbaren, die es erlaubt, die Mittel auch in digitale Lernmittel und Lernplattformen zu investieren. Das Antragsverfahren dafür muss unbürokratisch und schnell erfolgen. Der Digitalpakt ist auf 5,5 Milliarden Euro ausgelegt. Nur ein Bruchteil dieser Mittel ist bereits durch konkrete Projekte gebunden. Die freien Mittel können genutzt werden, um die Situation für die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrkräfte zeitnah zu verbessern, damit die nächste Monate nicht zu einem verlorenen Schuljahr werden."

Den vollständigen Brief finden Sie im Link.

Bisher erlaubt es der Digitalpakt ausschließlich, die Gelder in technische Infrastruktur und Geräte zu investieren. Dabei haben FDP und Grüne bei der letzten Grundgesetzänderung durchgesetzt, dass der Bund an den Schulen künftig nicht nur in Kabel und Geräte, sondern auch in damit unmittelbar verbundene Kosten investieren darf. Dazu gehören auch passende Lernsoftware und -programme. Diese Möglichkeiten sind im Digitalpakt noch nicht berücksichtigt. In der aktuellen Krise sollten Bund und Länder diese Option schleunigst nutzen und den Digitalpakt öffnen.